Gründliche Kenntnis der jeweiligen
Gebrauchsanweisungen ist erforderlich.
Die nachstehenden Servicearbeiten sollten im 6-Monats-Rhythmus erfolgen.
- Sichtkontrolle auf äußere Schäden
- Zustand der Steckverbindungen zur Sonde und zur Ladebuchse kontrollieren.
Sie sollen korrosionsfrei und trocken sein.
- Zustand der Batteriekontakte im Batterieraum kontrollieren. Sie sollen
korrosionsfrei und trocken sein. Die Deckeldichtung ist mit Vaseline neu einzufetten.
Entfällt beim X 5 CEx bzw. X 5 DEx, da der Akku im Gerät fest installiert ist.
- Die Folientastatur darf nicht beschädigt sein.
- Batterie einlegen, wenn erforderlich (entfällt beim X 5 CEx bzw. X 5 DEx).
- Nach dem Einschalten durchläuft das Gerät für ca. 3 Sekunden einen
Selbsttest. In dieser Zeit werden alle Segmente des LC-Displays angesteuert.
Gleichzeitig muss der akustische Warnton hörbar sein.
- Erscheint nach dem Selbsttest das Batteriesymbol in der Anzeige, ist die
Batterie zu erneuern. Beim X 5 CEx bzw. X 5 DEx ist der Akku aufzuladen.
- Prüfung der Skalenbeleuchtung.
- Prüfung der akustischen Einzelimpulsanzeige und des Innenzählrohres unter
Einfluss der natürlichen Umgebungsstrahlung. Durch die stark schwankende
Dosisleistung der natürlichen Umgebungsstrahlung sind auch die Einzelimpulse sehr
unregelmässig in ihrer zeitlichen Verteilung. Es ergibt sich:
| X 5 C plus |
ca. |
20 Imp/min |
| X 5 C |
ca. |
20 Imp/min |
| X 5 DE |
ca. |
12 Imp/min |
| X 50 DE |
ca. |
2 Imp/min |
| X 50 ZS |
ca. |
2 Imp/min |
| X 5 CEx |
ca. |
20 Imp/min |
| X 5 DEx |
ca. |
12 Imp/min |
Funktionsprüfung der
Sonden
Die Sonden können direkt oder über das Sondenkabel mit dem Gerät verbunden werden.
Bei vorhandenem Sondenkabel empfiehlt sich die Benutzung bei mindestens einer
Sondenprüfung, um so auch die einwandfreie Funktion des Sondenkabels nachzuweisen.
Die Sonden sind grundsätzlich bei ausgeschaltetem Gerät anzuschließen. Nach
Anschluss der Sonde wird das Gerät mit Einzelimpulsanzeige betrieben. Je nach
Sondentyp ist unter Einfluss der natürlichen Umgebungsstrahlung eine andere
Impulsrate zu erwarten (siehe Tabelle). Gleichzeitig wechselt die Anzeige auf
dem Display.
| Sonde |
Imp/min |
Strahlenart |
| 18 504 D |
ca. 10 |
Alpha, Beta, Gamma |
| 18 509 CE bzw. 18 509 DE |
ca. 2 |
Gamma |
| 18 526 D |
ca. 25 |
Alpha, Beta, Gamma |
| 18 529 CE bzw. 18 529 DE |
ca. 1 |
Gamma |
| 18 536 D |
ca. 9 |
Alpha, Beta, Gamma |
| 18 550 CE bzw. 18 550 DE |
ca. 12 |
Gamma |
| 18 545 CE bzw. 18 545 DE |
ca. 100 |
Gamma |
| Szintillationssonde 2002 |
ca. 6000 |
Beta, Gamma |
| Kontaminationssonde 18 502 D |
ca. 155 |
Alpha, Beta, Gamma |
Ergänzende Messungen oberhalb der natürlichen Umgebungsstrahlung
Hierfür ist ein Prüfstrahler (z. B. GRAETZ "PS 9") erforderlich. Im Allgemeinen
verwendet man 137Cs mit einer Aktivität von 333 kBq; Caesium hat eine
Halbwertzeit von 30 Jahren. Der Prüfstrahler ist an der Stirnseite des Gerätes
auf die Markierung für die Zählrohrmitte aufzusetzen. Das Gerät sollte einen
Messwert von ca. 70 µSv/h anzeigen.
Die akustische Dosisleistungswarnschwelle wird eingeschaltet. Das Gerät warnt mit
einem Dauerton. Beim "X 5 C plus" bzw. "X 5 C" ist darauf zu achten, dass
die programmierte Warnschwelle unterhalb des erzeugten Messwertes liegt. Nach der
Kontrolle ist der Prüfstrahler wieder im Aufbewahrungsbehälter unterzubringen.
Die nachstehend beschriebene Messung gilt nur für geeichte
Dosisleistungsmessgeräte:
Für Messungen von Geräten, die im eichpflichtigen Einsatz verwendet werden, ist
zusätzlich eine Prüfvorrichtung erforderlich. Der Prüfstrahler wird in die
Gewindeöffnung der Prüfvorrichtung bis zum Anschlag eingeschraubt. Das Gerät
sollte einen Messwert von ca. 70 µSv/h anzeigen.
Um die zeitliche Aktivitätsabnahme des Prüfstrahlers zu eliminieren, ist der
Korrekturfaktor kz einzurechnen (siehe
Tabelle kz).
Durch diese Korrektur wird die zu einem Zeitpunkt t vom Benutzer ermittelte
Kontrollzeit tk in einen Wert t'k umgerechnet, die sich zum
Bezugszeitpunkt t=0 (Zeitpunkt der Eichung der Kontrollvorrichtung) ergeben hätte.
t'k ist der Wert, der mit der vom Eichamt vorgegebenen Kontrollzeit
tk0 zu vergleichen ist.
t'k = tk / kz
Die Verkehrsfehlergrenzen werden eingehalten, wenn:
tk, min < t'k < tk, max
Hierbei bezeichnen tk, min und tk, max die von der
Eichbehörde festgelegten unteren und oberen Grenzen der Kontrollzeit.
Verkehrsfehlergrenzen und Messverfahren sind dem Eichschein bzw. der Gebrauchsanweisung
des Gerätes oder der entsprechenden Prüfvorrichtung zu entnehmen.
Nach der Kontrollmessung ist der Prüfstrahler wieder aus der Prüfvorrichtung zu
entnehmen und im Aufbewahrungsbehälter unterzubringen.
Wird bei den Kontrollmessungen ein Fehler festgestellt, der nicht durch den
Anwender behoben werden kann, ist das Gerät zur Instandsetzung an das Herstellerwerk
GRAETZ einzusenden.